Ratgeber für die Regenwassernutzung und derer Komponenten.

Regenwassernutzung mit Haustechnik

Regenwassernutzung - wertvolles Trinkwasser sparen - der Umwelt zuliebe.


Abwassergebühr

Die Abwassergebühren sind Kommunalabgaben, die aufgrund der Benutzung der städtischen Kanalisation und der Kläranlagen erhoben werden. In Deutschland wurden sie früher einheitlich gemäß dem Verbrauch an Trinkwasser in Kubikmetern berechnet (evtl. abzüglich gesondert nachzuweisender Wassermengen, die nicht eingeleitet werden sondern auf dem Grundstück verbleiben).

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Gebuehr für Abwasser

(Quelle Bild: Fotolia #73202629.)

In dieser einheitlichen Gebühr waren sowohl der Anfall an häuslichem Schmutzwasser (Abflüsse von Toiletten, Duschen, Badewannen, Waschbecken, Geschirrspülern, Waschmaschinen (Bild 1)) als auch der Anfall an Regenwasser (Abflüsse von Dächern, Höfen, Grundstückszufahrten, etc. (Bild2)) enthalten.

Da Abwasser aber gesetzlich in Deutschland sowohl aus Schmutzwasser als auch aus gesammeltem Niederschlagswasser besteht, und beides je nach Bebauung und Nutzung in sehr unterschiedlichem Maße anfallen kann (z.B. Wohngebäude mit hohem Schmutzwasseranteil im Vergleich zum Regenwasser, Gewerbegebäude mit geringem Schmutzwasseranteil im Vergleich zum Regenwasser) wurden in den 80er Jahren Regelungen erörtert, die beiden Abwasserarten Schmutzwasser und Regenwasser getrennt zu erfassen und mit Gebühren zu belegen.

Die weiteren Informationen zum Thema Abwassergebühr finden Sie hier.

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Beruhigter Zulauf

Der beruhigte Zulauf ist die 2. Reinigungsstufe für die Regenwassernutzung. Er wird mit dem Zulauf des Zisternenfilters mit einem KG-Rohr verbunden und am Boden der Zisterne installiert. Somit wird das zuströmende Regenwasser in den unteren Bereich der Zisterne umgeleitet. Der beruhigte Zulauf übernimmt damit 2 Hauptaufgaben in der Zisterne.

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zweite Reinigungsstufe der Regenwassernutzung

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Durch das zuströmende Regenwasser wird sauerstoffreiches Wasser in die unteren Schichten der Zisterne geleitet und verbessert somit die Wasserqualität.

Gleichzeitig wird das Regenwasser so umgeleitet, das es nach oben in die Zisterne einströmt. Dadurch wir das am Boden befindliche Sediment nicht aufgewirbelt und schützt dadurch Pumpen oder schwimmende Ansaugarmaturen, welche sonst bei Niedrigwasser leicht verschmutzen könnten.

Den beruhigten Zulauf gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen.

Wichtig ist die schlüssige Verbindung mit dem KG-Rohr. Dieses wird gerne bei Korbfiltern zusätzlich zum Abstützen verwendet, wenn entsprechend Schmutzfracht aufgefangen wird. 

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Betonzisterne

Die Betonzisternen werden von vielen Betonwerken meist regional angeboten. Aufgrund des hohen Gewichtes und der benötigten Spezialfahrzeuge für die Lieferung, ist der Aktionsradius der einzelnen Werke begrenzt. Daher werden Betonzisternen meist bei Neubauten installiert. Hier ist ein Befahren durch den LKW meist möglich.

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Zisternen aus Beton für die Regenwassernutzung

(Quelle: unbekannt.)

Eine moderne Betonzisterne ist monolithisch. Das bedeutet, dass die Zisterne ohne Fugen, meist unter Verwendung von wasserdichtem Beton hergestellt wird. Diese sind von 3000L bis zu 25.000 L für die Regenwassernutzung erhältlich.

Versehen mit einem vorinstallierten Zisternenfilter, einem beruhigtem Zulauf sowie einem Überlaufsiphon können Betonzisternen sofort nach dem versetzen in Betrieb genommen werden. Betonzisternen sind meistens PKW befahrbar. Was einen Einbau in Zufahrtswege ermöglicht. Unter Verwendung spezieller Abdeckungen können diese auch mit einem LKW befahrbar sein.
Die Hauptvorteile einer Betonzisterne sind der meist günstige Preis, die lange Haltbarkeit mit zum Teil 50 Jahren Mindestnutzungsgarantie und der Möglichkeit den Aushub direkt wieder als Füllmaterial verwenden zu können.

 

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Die 4 Reinigungsstufen

Die 4 Reinigungsstufen haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte als bewährtes System zu Reinigung von Regenwasser herausgestellt. Die wesentlichen Bestandteile sind der Regenwasserfilter, der beruhigte Zulauf, der Überlaufsiphon, sowie die schwimmende Entnahme.

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Die 4 Reinigungsstufen der Regenwassernutzung

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Der Regenwasserfilter übernimmt die Aufgabe die Schmutzfracht vom Regenwasser zu trennen.

Der beruhigte Zulauf verhindert das Aufschwemmen von Sediment. Er leitet sauerstoffreiches Regenwasser in die tiefste Wasserschicht.

Der Überlaufsiphon skimmt die Wasseroberfläche ab. Dies leitet an der Oberfläche schwimmende Partikel in den Kanal.
Die schwimmende Entnahme, versehen mit einem Ansaugkorb, entnimmt das Regenwasser an der saubersten Stelle.

Durch die Einhaltung der 4 Reinigungsstufen bei der Regenwassernutzung erhalten Sie klares und sauberes Regenwasser.

 

 

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Gesplittete Abwassergebühr

Grundsätzlich fällt eine Niederschlagswassergebühr nur an, wenn Regenwasser von bebauten (undurchlässigen) Flächen in die öffentliche Kanalisation eingeleitet wird. Damit haben es Grundstücksbesitzer generell in der Hand, die Gebühr selbst zu bestimmen.

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Niederschlagsgebühr Muster

(Quelle Bild: Fotolia #109309495.)

Allerdings gibt es für bestehende Gebäude den Anschluss- bzw. Benutzungszwang. Das heißt man kann nicht einfach sein Regenwasser für die Regenwassernutzung alternativ nutzen oder versickern. Und muss automatisch die Niederschlagswassergebühr nicht mehr bezahlen.

Hier muss zunächst bei der Gemeinde angefragt werden, ob eine Befreiung von der Gebühr möglich ist.

eim Neubau verlangen die meisten Bundesländer grundsätzlich eine Versickerung, Verrieselung oder ortsnahe Einleitung in ein Gewässer. Hier entfällt bei einer sachgemäßen Planung und Bauausführung die Niederschlagswassergebühr. Allerdings muss dies im Entwässerungsantrag bereits so erläutert sein.

Die weiteren Informationen zum Thema gesplittete Abwassergebühr finden Sie hier. 

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Kellertank

Ein Kellertank für die Regenwassernutzung wird meist dann verwendet, wenn ungenutzter Kellerraum zu Verfügung steht bzw. eine Zisterne im Garten nicht vergraben werden kann. Aufgrund ihrer Verwendung haben Kellertanks meist Abmessungen unter 80 cm. Dadurch passen diese durch Normtüren, um einfach installiert werden zu können.

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Regenwassernutzung mit Kellertank

(Quelle Bild: Premier Tech Aqua GmbH.)

Wichtig ist allerdings, dass der Kellerraum über einen Abfluss verfügt. Das überschüssige Wasser kann über einen Überlauf im Kellertank in diesen abgeleitet werden.

Kellertanks können einfach miteinander verbunden werden. So lässt sich das Volumen einfach erhöhen.
Hierfür gibt es maßgefertigte Verbindungs-Sets.

Wichtig bei der Wahl eines Kellertanks ist der hochwertige Filter. Es ist meist sehr aufwendig die Tanks im Keller zu reinigen.

Weiterhin sollten unbedingt die 4 Reinigungsstufen für Regenwasser eingehalten werden. Durch diese vermeiden Sie eine Fäulnisbildung  und somit Geruchsbelästigung.

 

Die weiteren Informationen zum Thema Kellertank finden Sie hier.

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Kunststoffzisternen

Kunststoffzisternen sind wie es der Name schon sagt aus Kunststoff. Die dabei verwendeten Werkstoffe sind meist Polyethylen.  Man Unterscheider dabei das LDPE (Low Density Polyethylen) welches im Rotation-Sinterverfahren verwendet wird und das HDPE (High Density Polyethylen) welches im sogenannten Blasverfahren verwendet wird.

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Regenwassernutzung mit Kunststoffzisterne

(Quelle Bild: Richter Kunststofftechnik GmbH & Co.KG.)

Beide Verfahren sind prädestiniert zur Erzeugung von großvolumigen Hohlkörpern für die Regenwassernutzung.

Eine wichtige Entscheidungshilfe bei der Auswahl einer Kunststoffzisterne sind die Geometrie, sowie die Wandstärke, welche wesentlich zur Stabilität der Kunststoffzisterne beitragen.

Lesen Sie auf jeden Fall vor dem Kauf die Einbauanleitungen durch, hier finden Sie die größten Unterschiede.
Kunststoffzisternen sind sehr langlebig und werden gerne aufgrund ihres geringen Gewichts an Stellen verbaut, die nicht mit schwerem Gerät (LKW, Bagger) befahren werden können.

 

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Laubabscheider

Ein Laubabscheider ist ein Regenwasserfilter der im senkrechten Fallrohr verbaut wird. Er trennt die Schmutzfracht vom Regenwasser in dem er diese über eine Vorrichtung auswirft und das Regenwasser weiter im Fallrohr in die Kanalisation oder den Regenspeicher leitet. Er wird meist im Sockelbereich verbaut, damit nicht größere Flächen verschmutzt werden.

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Funktionsprinzip des Laubabscheiders

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Laubabscheider sind in verschiedenen Varianten erhältlich. Meist sind sie mit groben Leitflächen versehen, die Grobschmutz wie Blätter und kleine Äste auswerfen.

Es sind aber auch Modelle erhältlich die das Regenwasser zusätzlich bis zu einer Maschenweite von 0,55 mm filtern. Wenn solche "Feinfilter" in Einsatz kommen ist unbedingt auf die anschließbare Dachfläche zu achten. Sollte diese überschritten werden, kann dies bei Starkregenereignissen zu erheblichem Wasserverlust führen.

Laubabscheider verhindern auch gleichzeitig ein verstopfen des Fallrohrs, also Ideal bei starkem Laubfall. Er kann auch als Vorfilter einer Regenwassernutzungsanlage dienen um den Zisternenfilter vor grober Verschmutzung zu schützen.

 

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Mauerdurchführung

Die Mauerdurchführungen dichten Wanddurchbrüche von Versorgungsleitungen gegen eindringendes Wasser in das Gebäude ab. Sie bestehen aus zwei Edelstahlscheiben und einer dazwischen angeordneten Gummidichtung. Diese kann durch integrierte Edelstahlschrauben verpresst werden und dichtet somit das Durchführungsrohr ab.

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Mauerdurchführungen

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Je nach Anzahl und Dimension der Leitungen sind vorgefertigte Mauerdurchführungen im Handel erhältlich. Wir empfehlen für eine weitere Nachrüstung Durchführungen zu verwenden, die weitere Öffnungen aufweisen, da diese werksseitig verschlossen sind.

In der Regel verwendet man 32 mm Öffnungen für das 1"PE Rohr. 36 mm Öffnungen für den 1" Saugschlauch und 50 mm für 50er HT Rohre. 16 mm werden für Kabelleitungen von Tauchpumpen und für die Wasserstands Messung verwendet. Auch das PE Rohr von Rückspülvorrichtungen verwendet die 16 mm. Bitte beachten Sie, Mauerdurchführungen werden meist in DN 100 angeboten. Diese werden im KG-Rohr verbaut. Es sind aber auch Mauerdurchführungen erhältlich, die in den Muffen von KG Rohren verbaut werden und einen größeren Durchmesser aufweisen.

 

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Regensammler

Die Regensammler sind Regenwasserfilter, im Volksmund auch Fallrohrfilter genannt. Die Regensammler werden im Fallrohr verbaut. Sie trennen die Schmutzfracht vom Regenwasser. Hauptsächlich dienen sie dem füllen von Regentonnen. Allerdings sind auch Modelle auf dem Markt, welche die Schmutzfracht auswerfen und gerne vor Versickerungsanlagen installiert werden.

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Funktionsprinzip eines Regensammlers

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Es gibt Fallrohrfilter, die das gereinigte Regenwasser im Fallrohr weiter leiten (in eine Zisterne) und die Schmutzfracht auswerfen (Laubabscheider, Rainus) und Fallrohrfilter, welche die Schmutzfracht im Fallrohr weiter leiten und das gereinigte Regenwasser seitlich (in eine Regentonne) ableiten (Regensammler Inox).

Die angeschlossene Dachfläche ist wichtig bei der Wahl des Fallrohrfilters.

Wenn diese überschritten wird, kann es bei Starkregen zum Rückstau und ggf. zum Überlaufen des Fallrohrs kommen.

Moderne Fallrohrfilter sind mit einem Edelstahlsieb ausgestattet. Sie verfügen meist über einen Sommer- bzw. Winterbetrieb, sowie einem integrierten Überlaufstop.

 

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Regenspeicher

Moderne Regenspeicher sind im Gegensatz zu herkömmlichen Regentonnen meist formschön. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich und orientieren sich in ihrer Bauart an dem jeweiligen Gartenambiente. So gibt es Regenspeicher in Form von alten Holzfässern, Baumstämmen, Fels- bzw. Steinnachbildungen, sowie Pflanzgefäßen und Amphoren.

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oberirdische Regenwassernutzung mit einem Regenspeicher

(Quelle Bild: Premier Tech Aqua GmbH.)

Die Regenspeicher werden meist in aufwendigen Produktionsverfahren hergestellt. Daher sind sie in der Anschaffung teurer als die altgediente grüne Regentonne.

Durch spezielle Farbrezepturen erhalten die Regenspeicher ihr äußerst natürliches Erscheinungsbild. Die spezielle Nachbehandlung (teilweise von Hand) verleiht der Regenspeicher das schöne Oberflächenfinish.

Als Rohstoff wird Polyethylen verwendet, welches langlebig, wetterbeständig und äußerst robust ist. Dennoch sollten Regenspeicher vor der ersten Frostperiode komplett entleert werden. Durch Eisbildung im Regenspeicher kann dieser aufgrund der Ausdehnung platzen.

 

 

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Regentonne

Regentonnen sind schon seit den 70-Jahren aus unseren heimischen Gärten nicht mehr hinweg zu denken. Es gibt sie in rund oder eckig mit einem Fassungsvolumen von 100 – 3000 Liter. Eine Regentonne sollte immer mit einem Deckel versehen sein, um Insekten keine Gelegenheit zu geben ihre Eier darin abzulegen, sowie als Unfallverhütung für Kinder und Tiere.

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Regenwassernutzung mit einer Regentonne

(Quelle Bild: Premier Tech Aqua GmbH.)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine Pflanzen zu bewässern, doch kaum eine ist kostengünstiger als die Nutzung von Regentonnen, denn Regenwasser ist kostenlos und auch in trockenen Perioden verfügbar. Sie können das komplette Hausdach zum Sammeln von Regenwasser verwenden und über das Fallrohr in die Regentonne leiten.

Dabei sollte ein Regensammler mit integriertem Filter verwendet werden, so spart man sich das mühsame Putzen im Herbst.

Um lange Freude an der Regentonne zu haben ist es sehr wichtig diese in den Frostmonaten vollständig zu entleeren. Selbst wenige Zentimeter Wasser reichen aus um die dünnwandigen Behältnisse zu zerstören.

 

Den Fachhandel für Regentonnen finden Sie hier.

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Regenwasser

Das Regenwasser ist verdunstetes Wasser, welches kondensiert und in Form von Wassertropfen auf die Erde fällt. Dabei stellt Regenwasser die wichtigste Quelle im Wasserkreislauf dar. Der Niederschlag von Regenwasser wird in Liter pro Quadratmeter angegeben bzw. wie üblich die Höhe in Form von Millimeter angegeben.

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Regenschauer

(Quelle Bild: unbekannt.)

Der klassische Regenmesser ist daher auch ein Gefäß, welches das Regenwasser auffängt. Regenwasser reichert sich auf dem Weg von der Entstehung bis zum Auftreffen auf der Erde mit unterschiedlichsten Substanzen an. Diese kommen in der Luft vor. Bei der Regenwassernutzung werden daher die unterschiedlichsten Regenwasserfilter eingesetzt.

Das Regenwasser ist in regelmäßigen Abständen kostenlos verfügbar. Es sollte genutzt, anstatt über die Kanalisation abgeleitet werden. Die Vorteile Regenwassernutzung bzw. Bewirtschaftung liegen klar auf der Hand.

Sie bietet nicht nur ökonomische Vorteile. Vielmehr sorgen sie für ein ausgeglichenes Ökosystem wo Regenwasser wieder seinem ursprünglichen Kreislauf zugeführt wird.

Die weiteren Informationen zum Thema Regenwasser finden Sie hier.

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Regenwasserbehandlung

Regenwasserbehandlung - eine Maßnahme für die stoffliche Trennung von belastetem Regenwasser. Diese Belastung setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, einer globalen Verschmutzung, welche überregional (durch Industrie, Verkehr etc.) besteht, aber auch regional aus dem direkten Einzugegebiet (Tropfverluste von Ölen, Abrieb von Bremsbelägen).

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verschmutzte Verkehrsflächen

Regenabflüsse von Verkehrsflächen sind hochgradig verschmutzt.(Quelle – Fotolia #46083007)

Abflüsse von Dachflächen in reinen Wohngebieten haben den geringsten Eintrag von Stoffen im Regenabfluss. Abflüsse von Verkehrsflächen weisen höhere Schadstoffgehalte auf. Grundsätzlich werden Regenabflüsse in drei Kaegorien unterteilt:

Abflüsse der Kategorie 1 gelten als unbelastet, nicht behandlungsbedürftig und stammen z.B. von Dachflächen in Wohngebieten, Radwegen und Straßen mit geringer Verkehrsbelastung > 300 Kraftfahrzeuge am Tag.

Abflüsse der Kategorie 2 gelten als schwach belastet und stammen z.B. von befestigten Flächen mit schwachem KFZ-Verkehr, z.b. Wohnstraßen, sowie Zufahrten zu Sammelgaragen, zwischengemeindliche Straßen und Wege, sowie hof- und Verkehrsflächen von Mischgebieten

Abflüsse der Kategorie 3 gelten als stark belastet und stammen z.B.  von Flächen mit starkem KFZ-Verkehr, Hauptverkehrsstraßen, Fernstraßen sowie Großparkplätzen. Weiterhin Metalldächer aus Kupfer, Zink und Blei.

Die weiteren Informationen zum Thema Regenwasserbehandlung finden Sie hier.

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Regenwasserbewirtschaftung

Die Bedeutung von Regenwasserbewirtschaftung ist es, anfallendes Regenwasser zu nutzen und gleichzeitig kontrolliert abzuleiten. Hierfür ergreifen Kommunen bzw. Betriebe und sonstige Institutionen gezielte Maßnahmen. Neben der klassischen Nutzung von Regenwasser ergeben sich noch einige weitere Anwendungsgebiete.

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Regenwasserbewirtschaftung durchVersickerungspflaster

(Quelle Bild: Klostermann GmbH & Co. KG.)

Die Bestandteile der Regenwasserbewirtschaftung sind die Regenwasserrückhaltung, Versickerung bzw. Verdunstung. Zudem gehören auch die Regenwasserbehandlung und die gedrosselte Ableitung von Regenwasser dazu.

Der Erhalt des Wasserhaushalt und die Stadtkühlung sind in den letzten Jahren als weiterer Baustein Zur Bewirtschaftung von Regenwasser hinzugekommen.

Dabei dürfen aber auch Maßnahmen wie die weitere Versiegelung bzw. die Entsiegelung von Flächen nicht außer Acht gelassen werden. Diese ermöglichen eine natürliche und ökologische Bewirtschaftung von Regenwasser.

Die weiteren Informationen zum Thema Regenwasserbewirtschaftung finden Sie hier.

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Regenwasserfilter

Regenwasserfilter sind Filtersysteme, welche überwiegend mechanisch die mitgeführte Schmutzfracht in unterschiedlicher Reinheit vom Regenwasser trennen. Man unterscheidet die Filter hinsichtlich des Einbauort am Fallrohr, im Erdreich vor der Zisterne oder in der Zisterne, sowie der Funktionsweise als Durchgangs- oder Korbfilter.

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Funktionsprinzip Korbfilter

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Durchgangsfilter besitzen die Eigenschaft die Schmutzfracht mit etwas Regenwasser in die Kanalisation weiter zu leiten. Korbfilter trennen die Schmutzfracht vom Regenwasser im Filterkorb und müssen dadurch je nach Menge geleert und gesäubert werden.

Auch die Siebfläche von Durchgangsfiltern müssen in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, da ölhaltige Substanzen wie Blütenpullen dieses zusetzen und somit weniger Wasser in die Zisterne gelangt.
Es hat sich erwiesen, dass die Einhaltung der 4 Reinigungsstufen zu qualitativ besserem, somit sauberen Regenwasser führt. Diese bestehen aus dem eigentlichen Regenwasserfilter, dem beruhigten Zulauf, dem Überlaufsiphon, sowie der schwimmende Entnahme für die Regenwassernutzung.

Den Fachhandel für Regenwasserfilter finden Sie hier.

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Regenwassernutzung

Regenwasser ist kostenlos und eignet sich hervorragend für die Gartenbewässerung, sowie Nutzung in der Haustechnik für die Waschmaschine, Toilettenspülung und zu Reinigungszwecken. Damit das Regenwasser die benötigte Qualität aufweist, benötigt man eine Regenwassernutzungsanlage, welche dem heutigen Stand der Technik entsprechen sollte.

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Kommunale Gebühren der Regenwassernutzung

(Quelle Bild: fbr- Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V.)

Durch die Regenwassernutzung lassen sich bis zu 50 % des täglichen Wasserbedarfs abdecken und schonen so ihren Geldbeutel und gleichzeitig kostbare Ressourcen.

Wichtig sind eine fachgerechte Installation der Anlage, sowie die Bedarfsgerechte Auswahl der benötigten Komponenten.

Die Techniken und Produkte zur Nutzung von Regenwasser sind ausgereift und zum Teil Jahrzehnte im Einsatz.

Regenwassernutzung ist gleichzeitig aktiver Umweltschutz, da die Zisternen bei Starkregenereignissen auch als Retentionsvolumen dienen.

 

 

Die weiteren Informationen zum Thema Regenwassernutzung finden Sie hier.

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Regenwassernutzungsanlage

Eine Regenwasseranlage besteht grundsätzlich aus einem Regenwassertank, einem Regenwasserfilter, sowie einer Pumpe zur Entnahme des Regenwassers. Der Regenwassertank besteht meist aus Beton oder Kunststoff, seltener aus GFK, wird unterirdisch installiert und mit einem oder mehreren Fallrohren verbunden.

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Anlage zur Regenwassernutzung

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Wichtig ist, dass die Zisterne mit entsprechender Filtertechnik, vor der Zisterne oder in der Zisterne versehen wird um sauberes und klares Wasser zu erhalten.

Als Entnahmepumpen eignen sich Tauch-, Tauchdruckpumpen oder sogenannte Jetpumpen (Saugpumpen), für die Versorgung der Haustechnik werden gerne Regenwasserwerke verwendet.

Eine Regenwassernutzungsanlage mit welcher auch die Haustechnik versorgt wird sollte stets von einem Fachmann installiert werden, da es einige Vorschriften und technische Besonderheiten gibt, die es zu beachten gilt.

 

Die weiteren Informationen zum Thema Regenwassernutzungsanlage finden Sie hier.

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Regenwasserpumpe

Eine Regenwasserpumpe dient der Entnahme von Regenwasser aus einem Wassertank, gleich ob dieser ober- oder unterirdisch aufgestellt ist. Es werden hierbei grundsätzlich Tauchpumpen und Saugpumpen unterschieden. Tauchpumpen oder Tauchdruckpumpen werden im Behälter installiert und werden meist für die Gartenbewässerung verwendet.

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Regenwasserpumpe Espa Aspri

(Quelle Bild: ESPA Deutschland GmbH.)

Moderne Tauchdruckpumpen verfügen über eine integrierte Automatikfunktion, bedeutet wenn der Verbraucher eingeschalten wird (zb. durch öffnen des Wasserhahn) schaltet sich die Pumpe automatisch ein, wenn der Verbraucher geschlossen wird schaltet die Pumpe automatisch ab.

Bei Saugpumpen kann dies durch einen zusätzlichen Druckwächter erreicht werden.

Saugpumpen werden meist für die Haustechnik verwendet. Diese werden in sogenannten Regenwasserwerken installiert, welche bei Trockenheit auf Leitungswasser zurückgreifen können. Regenwasserpumpen werden speziell für die Regenwassernutzung entwickelt und nicht durch branchefremde Pumpen ersetzbar.

Den Fachhandel für Regenwasserpumpen finden Sie hier. 

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Regenwassertank

Ein Regenwassertank dient der Speicherung von Regenwasser und besteht meist aus Beton, Kunststoff oder GFK. Es gibt Sie für die oberirdische, sowie für die unterirdische Installation, in Größen von 100 – 100.000 Liter. Der Regenwassertank bildet das Kernstück einer Regenwassernutzungsanlage und sollte entsprechend den Bedürfnissen sorgfältig ausgewählt werden.

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Regenwassertank verschiedene Modelle

(Quelle Bild: Premier Tech Aqua GmbH.)

Regenwassertanks aus Beton werden meist bei Neubauten eingesetzt, da die Baugrube mit erstellt und der Aushub als Füllmaterial verwendet werden kann. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Baugrube durch einen schweren LKW angefahren werden kann und entsprechend Platz für die Stützen und das einbringen der Betonzisterne vorhanden ist.

Regenwassertanks aus Kunststoff werden meist bei nachträglichem Einbau verwendet, da sie durch das geringe Gewicht einfach zu transportieren und installieren sind. In den letzten Jahren wurden von verschiedenen Herstellern sogenannte Flachtanks entwickelt, welche gegenüber herkömmlichen Regenwassertanks eine geringere Einbautiefe haben und somit weniger Erdarbeiten von Nöten sind.

 

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Regenwasserwerk

Das Regenwasserwerk ist eine vorgefertigte Komponente für die Entnahme, sowie die Nachspeisung von Regenwasser. Durch die hierbei verwendete Kombination von Druckwächter und Pumpe, schaltet sich diese automatisch ein, sobald ein Verbraucher geöffnet wird, und aus wenn dieser wieder geschlossen wird.

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Regenwasserwerk Forza

(Quelle: Kettner Umwelttechnik GmbH & Co. KG.)

Sollte durch lange Trockenheit kein Regenwasser zu Verfügung stehen, sorgt die integrierte Trinkwassernachspeisung für eine weitere Versorgung mit Leitungswasser.

Bitte achten Sie bei der Auswahl auf eine DIN- gerechte Ausführung, da das Leitungswassernetz mit dem Regenwassernetz nicht direkt verbunden werden darf.

Regenwasserwerke gibt es sowohl mit Saug- wie auch Tauchdruckpumpen, entsprechend Ihren Bedürfnissen. Ein Regenwasserwerk mit Tauchdruckpumpe wird gerne verwendet, wenn die Zisterne weit entfernt vom Technikraum installiert wurde oder ein großer Höhenunterschied besteht. Ein Regenwasserwerk mit Saugpumpe wird gerne im Technikraum verbaut, wenn die Zisterne nah verbaut wurde, da alle Komponenten leicht zugänglich sind.

 

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Regenwasserzisterne

Eine Regenwasserzisterne dient der unterirdischen Speicherung von Regenwasser.  Die Hauptaufgabe dabei ist das Regenwasser kühl und dunkel zu lagern und im Bedarfsfall, zu Trockenzeiten das kostbare Nass zu Verfügung zu stellen. Regenwasserzisternen wurden bereits vor tausenden von Jahren in den unterschiedlichsten Größen und Regionen gebaut und waren teilweise die wichtigste Wasserquelle der Bevölkerung.

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TwinBloc Regenwasserzisterne

(Quelle Bild: Roth Werke GmbH.)

Regenwasserzisternen heutzutage dienen aber nicht nur der Wasserversorgung, sondern leisten große Dienste im Hochwasserschutz.

Umso mehr Regenwasserzisternen verbaut werden umso größer ist das Speichervolumen, welches als Retentionsvolumen bei Starkregenereignissen zu Verfügung steht.

Somit haben Regenwasserzisternen einen doppelten Nutzen. Zum einen für die Regenwassernutzung, da das Regenwasser vielfältig genutzt werden kann, zum anderen die Kommunen, welche somit ihr Kanalnetz erheblich entlasten.

Regenwasserzisternen gibt es von 500 Liter bis zu 100.000 Liter monolithisch hergestellt - aus einem Stück.

 

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Retentionsdrossel

Eine Retentionsdrossel ist eine Drossel, welche meist in der Zisterne verbaut ist und Regenwasser in die Kanalisation mit einem vordefinierten Abflusswert ableitet. Man unterscheidet hierbei statische Drosseln, welche aufgrund der festen Installation unterschiedliche Durchflusswerte, je nach Wasserstand und Druck abgeben und sogenannte Schwimmdrosseln.

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Drossel für die Retention

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Schwimmdrosseln passen sich bauartbedingt durch den flexiblen Schlauch am Niveau des Wasserstandes an und haben entsprechend immer gleiche Durchflusswerte. Diese Durchflusswerte werden meist von Kommunen vorgegeben um entsprechend der verbauten Kanalisation das Gesamtvolumen definieren zu können.

Eine Retentionsdrossel wird meistens direkt im Werk des Herstellers verbaut und auf die entsprechenden Abflusswerte eingestellt. Ein nachträglicher Umbau von einer vorhandenen Zisterne ist meist nicht möglich, da der Auslauf tiefer sitzt als der Überlauf, es sei denn es wird eine sog. Hebepumpe installiert, die das Regenwasser kontrolliert in den Überlauf pumpt.

Es gibt bereits geprüfte Retentionsdrosseln auf dem Markt, welche den handelsüblichen vorzuziehen sind, sind diese doch auf Funktion und Langlebigkeit geprüft.

 

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Retentionszisterne

Retentionszisternen werden meist dann zum Einsatz gebracht, wenn in Baugebieten der Kanalquerschnitt zu gering ist und nur mit einer vordefinierten Menge an Regenwasser beschickt werden kann. Dabei kommen Zisternen in Einsatz, welche mit einer sogenannten Retentionsdrossel versehen sind. Diese bewirkt, dass ein vorab definiertes Volumen an Regenwasser an den Kanal abgegeben wird

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Zisterne für Retention

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Moderne Retentionszisternen verfügen neben ihrem Retentionsvolumen zusätzlich über Nutzvolumen, bedeutet dass ein Teil des gespeicherten Regenwassers kontrolliert in die Kanalisation abgeleitet wird, und ein Teil für die Regenwassernutzung verwendet werden kann.

Üblicherweise ist das Retentionsvolumen von der Kommune vorgegeben, das Nutzvolumen kann selbst bestimmt werden.

Für diese Berechnung wird meist die angeschlossene Dachfläche als Berechnungsgrundlage herangezogen, da diese das Gesamtvolumen des Regenertrags vorgibt.

Eine Retentionszisterne wird fast ausschließlich im Neubau eingesetzt und wird überwiegend als Betonzisterne ausgeführt.

 

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Schwimmende Ansaugarmatur

Die schwimmende Ansaugarmatur ist die 4. Filterstufe in der Regenwassernutzung. Sie sorgt dafür, dass das Regenwasser stets aus der saubersten Schicht in der Zisterne entnommen wird. Eine schwimmende Ansaugarmatur sollte auf jeden Fall verwendet werden, wenn Sie das Regenwasser für die häusliche Anwendung (Toilette, Waschmaschine) nutzen wollen.

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Ansaugarmatur für Regenwasser

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Die schwimmende Ansaugarmatur besteht aus einer Schwimmkugel, einem Ansaugkorb, einer Tülle und dem Ansaugschlauch.

Wenn sie mit einer Saugpumpe verwendet wird muss zusätzlich ein Rückschlagventil verbaut werden, damit das angesaugte Regenwasser bei ausgeschalteter Pumpe nicht wieder in die Zisterne zurück läuft und die Saugpumpe bei erneutem Einschalten einwandfrei funktioniert. In Kombination mit einer Tauchdruckpumpe kann auf das Rückschlagventil verzichtet werden, da sie sich immer unter der Wasseroberfläche befindet und somit nicht leer laufen kann.

Die schwimmende Ansaugarmatur sollte stets aus hochwertigen Komponenten gefertigt werden, da es bei Störungen sehr aufwendig ist diese zu reparieren wenn sie sich in der Zisterne befindet und diese auch noch entsprechend gefüllt ist.

 

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Sickerbox

Sickerboxen sind aus Kunststoff hergestellte, meist rechteckige oder quaderförmige Formteile, welche unterirdisch installiert werden und deren Aufgabe es ist das Regenwasser zu speichern und dem Erdreich zuzuführen. Sie sind so konstruiert, dass sie möglichst viel Wasser speichern aber auch den Anforderungen im Bezug auf Druck uns Scherkräfte Stand halten können.

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Versickerung mit Sickerbox

(Quelle Bild: Premier Tech Aqua GmbH.)

Es gibt Sie in verschiedenen Ausführungen hinsichtlich des Einbauort. Bei der Installation im privaten Bereich sind kostengünstige Systeme erhältlich, die meist mit wenig Erdüberdeckung begehbar sind.

Im kommunalen / gewerblichen Bereich gibt es Systeme welche sogar im Schwerlastverkehr eingesetzt werden können.

Wichtig ist in jedem Fall sich beim Einbau genau an die Herstellerangaben zu halten sowie die Sickerboxen durch ein geeignetes Filtersystem vor Schmutzfracht zu schützen, die die Wasseraufnahmekapazität des Bodens beeinträchtigen könnte.

 

 

 

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Sickerschacht

Ein Sickerschacht besteht aus Beton oder Kunststoff und ist in der Regel umlaufend perforiert um das ankommende Regenwasser an das Erdreich abzugeben. Sickerschächte kommen meist dann zum Einsatz wenn wenig Platz vorhanden ist. Allerdings wird das Regenwasser dadurch auch nur punktuell ins Erdreich abgegeben, was von vielen Kommunen nicht gewünscht wird.

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Regenwassernutzung mit einem Sickerschacht

(Quelle Bild: GreenLife GmbH.)

Der Sickerschacht ist von allen Versickerungsmethoden die günstigste, da der Erdaushub und dadurch die Installationskosten im Gegensatz zu anderen unterirdischen Versickerungssystemen wesentlich geringer ist.

Es ist sehr wichtig, dass Sickerschächte immer mit einem entsprechenden Filtersystem ausgerüstet sind, um ein Verstopfen der Abflussöffnungen zu verhindern und somit die Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit zu erhalten.

Dennoch sind in regelmäßigen Abständen Funktionskontrollen erforderlich da Sickerschächte im Gegensatz zu einer belebten Bodenzone eher zu einer Verringerung der Durchlässigkeit der Bodenzone neigen.

 

 

 

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Überlaufsiphon

Der Überlaufsiphon ist die 3. Filterstufe in der Regenwassernutzung. Er sorgt dafür, dass das überschüssige Regenwasser einer Zisterne bei Vollfüllung in die Kanalisation weiter geleitet wird. Eine Zisterne sollte immer so groß gewählt werden, dass sie mehrmals im Jahr überlaufe kann, damit die an der Wasseroberfläche befindlichen Schwimmstoffe aus der Zisterne geleitet werden.

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Funktionsprinzip Überlaufsiphon mit Skimmer

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Eine weitere Funktion des Überlaufsiphons ist der integrierte Geruchsverschluss, der lästige Gerüche aus der Kanalisation davon abhält in die Zisterne einzuströmen.

Weiterhin kann der Überlaufsiphon mit einem Kleintierschutz versehen werden, der verhindert, dass Tiere aus der Kanalisation in die Zisterne gelangen.

Moderne Überlaufsiphons sind auf der Einströmseite so ausgeformt, dass ein Skimmereffekt erzielt wird, der beim Überlaufen der Zisterne die Wasseroberfläche regelrecht abskimmt und somit die darauf befindlichen Schwimmstoffe in die Kanalisation spült.

 

 

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Versickerung

Die am häufigsten verwendete Methode zur ortsnahen Beseitigung von Niederschlagswasser stellen Versickerungsanlagen dar. Bei diesen wird das Wasser auf dem Grundstück wie in der Natur dem Grundwasser zugeführt. Das kann über Flächenversickerungen (einfache Rasenfläche) über Versickerungsmulden oder über unterirdische Anlagen wie Rigolen erfolgen.

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Versickerungsanlage

(Quelle Bild: Rehau AG + Co.)

Die Bemessung solcher Anlagen wird gemäß dem Arbeitsblatt A138 der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V.) durchgeführt. Dazu wird die Größe der undurchlässigen Fläche auf dem Grundstück, die Durchlässigkeit des Bodens, der Abstand von der Geländeoberfläche zum höchsten Grundwasserstand sowie eine Regenstatistik (KOSTRA Atlas des Deutschen Wetterdienstes) für die Region benötigt.

Auch Mindestabstände zu unterkellerten Gebäuden und Nachbargrundstücken müssen eingehalten werden.

Des Weiteren kann der Regenabfluss z.B. durch Kraftfahrzeuge verschmutzt sein, so dass das Wasser vor der Versickerung gereinigt werden muss. Fachplaner helfen hier im Einzelfall weiter.

 

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Zisterne

Zisternen werden seit über 7000 Jahren in mediterranen Gebieten angelegt. Diese werden meist unterirdisch installiert, da das Regenwasser kühl und dunkel gelagert werden sollte und werden aus Beton oder Kunststoff gefertigt. Heutzutage werden Zisternen im Privatbereich als Speicher von sogenanntem Brauchwasser verwendet, um Waschmaschinen oder Toiletten damit zu betreiben oder für die Gartenbewässerung zu verwenden.

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Zisternenfilter in Regenwassertank

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Für diese Zwecke ist keine weitere Aufbereitung des Regenwassers nötig, da die Qualität für die Regenwassernutzung ausreichend ist, vorausgesetzt das Regenwasser wurde entsprechend gefiltert (siehe die 4 Reinigungsstufen).

Nach Herstellerangaben werden jährlich ca. 50.000 Zisternen und ca. 600.000 Regentonnen bundesweit installiert.

Im gewerblichen Bereich werden Zisternen gerne als Speicher von sogenanntem Prozesswasser für betriebliche Zwecke, für Reinigungszwecke oder auch als Löschwassertank genutzt.

Zisternen sind ökologisch sinnvoll und helfen Ihnen dabei kostbares, zum teil teures Trinkwasser einzusparen.

 

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Zisternenfilter

Zisternenfilter sind Regenwasserfilter die entweder im Fallrohr, vor der Zisterne oder in der Zisterne installiert werden und sind die erste Reinigungsstufe für Regenwasser. Je nach Verwendungszweck des Regenwassers gibt es dabei verschiedene Filtermodelle. Für die Gartenbewässerung sind einfache Korbfilter völlig ausreichend, da moderne Pumpen für diese Wasserqualität  geeignet sind.

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Funktionsprinzip des Zisternenfilter

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Bei der Nutzung des Regenwassers für Waschmaschine oder Toilettenspülung sind höhere Anforderungen an die Qualität des Regenwassers gestellt,  da hier einige Ventile und Schieber verbaut sind.

Achten Sie beim Kauf und der Installation, dass der Zisternenfilter leicht zugänglich ist, damit Sie das Filtermedium leicht entnehmen können.

Jedes Filtermedium muss je nach Verschmutzung gereinigt werden. Es gibt wartungsarme aber keine wartungsfreien Zisternenfilter.

Zisternenfilter sind mit die wichtigsten Komponenten der Regenwassernutzung, denn es ist wichtig die Schmutzfracht vom Regenwasser zu trennen um einen anaeroben Abbau und damit Fäulnisbildung in einer Zisterne zu verhindern.

 

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Zisternenpumpe

Zisternenpumpen sind Pumpen, die speziell für diesen Verwendungszweck entwickelt wurden. Es gibt sie als Tauchdruckpumpen, welche direkt in der Zisterne verbaut sind und aufgrund ihrer hohen Förderleistung  gerne für größere Distanzen verwendet werden. Es gibt sie aber auch als Saug- bzw. Kreiselpumpen welche in Technikräumen verbaut werden und das Regenwasser aus der Zisterne ansaugen.

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Zisternenpumpe Divertron

(Quelle Bild: DAB Pumps Spa.)

Zumeist werden diese Pumpen mit einem sogenannten Druckwächter kombiniert, welcher die Pumpe im Bedarfsfall automatisch einschaltet und entsprechend wieder ausschaltet.

In den letzten Jahren haben sich auch spezielle Hauswasserautomaten für die Regenwassernutzung hervorgetan, welche mit integrierter Elektronik automatisch aktiviert und deaktiviert werden.

Zisternenpumpen die in der häuslichen Technik verbaut werden sollten sorgfältig ausgewählt werden, da es bei Fehlfunktion meist schwierig ist die Toilette oder die Waschmaschine weiter mit Wasser zu versorgen.

 

 

 

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Zisternenvolumen

Das richtige Zisternenvolumen ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Das wichtigste ist der Regenertrag. Dieser ist davon abhängig wie viel Niederschlag Sie in ihrem Gebiet haben bzw. die Größe der Dachfläche die ihnen zu Verfügung steht. Weiterhin sollten Sie ihren Regenbedarf hinsichtlich der angeschlossenen Verbraucher oder der Grundstücksgröße ermitteln. Verbraucher sind z.B. Waschmaschine und Toilette. Aber auch Pumpen für die Gartenbewässerung können mit Regenwasser betrieben werden.

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Zisternenvolumenplaner Tool

(Quelle Bild: 3P Technik Filtersysteme GmbH.)

Zusätzlich sollte noch die Pufferzeit, also die Zeit in der kein Niederschlag zu erwarten ist festgelegt werden. So erhalten Sie das optimale Zisternenvolumen.

Zu klein bemessene Zisternen sind ärgerlich. Die Mehrkosten für größere Zisternen im Verhältnis zu den Gesamtkosten sind äußerst gering.

Zu groß bemessene Zisternen haben bei der Regenwassernutzung den Nachteil, dass diese selten oder überhaupt nicht überlaufen und somit die an der Oberfläche befindlichen, schwimmenden Teilchen nicht in den Kanal geleitet werden.

Nutzen Sie einfach und kostenlos unseren Zisternenvolumenplaner.

 

Die weiteren Informationen zum Thema Zisternenvolumen finden Sie hier.

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